Projektsteckbrief
Projekt ZF Friedrichshafen AG
Betrieb schon im Bau mitdenken bei ZF

Lean-Ansätze der Shopfloor-Organisation auf den Bauprozess übertragen

Immobilien sollen, schnell, anforderungsgerecht, effizient, ohne Störungen, Nachträge und selbstverständlich unter dem geplanten Budgetlimit realisiert werden. Diese Aufzählung könnte man unendlich fortführen. In der Realität werden Bauherrenentscheidungen spät getroffen und während des Bauens wieder geändert. Termine laufen aus dem Ruder, Kosten explodieren und es werden Heerscharen von Planern, Projektsteuerern, Anti Claim-Manager eingesetzt und während des Projektablaufes noch weiter aufgestockt. Um einen klar identifizierbaren Schuldigen im Ernstfall zu haben, setzen viele als heilbringende Lösung auf Generalplaner, Generalunternehmen oder Generalübernehmer. Die Möglichkeiten der Vertrags- und Projektgestaltung sind schier unendlich. Aber werden Probleme beim Bauen durch noch kompliziertere und aufwendigere Strukturen gelöst?

Bei einem Blick über die Schulter des eigenen Kerngeschäfts, beispielsweise die Herstellungsprozesse, fällt auf, dass dort wie selbstverständlich eine kontinuierliche Produktivitätssteigerung im Herstellungsprozess realisiert wird. Prozesse und Abläufe sind standardisiert, Qualität wird gesichert und die Produktivität je Mitarbeiter steigt fortwährend. Bei dem Vergleich der Wertschöpfung je Mitarbeiter zwischen dem Baugewerbe und beispielsweise dem Maschinenbau fällt auf, dass durch die Produktionssysteme die Steigerungen in den herstellenden Gewerben bedeutend höher sind als im Baubereich. Sicherlich ist das Produzieren in einer Halle nicht direkt vergleichbar mit einer Baustelle. Aber das Steuerungsmodell der Prozesse kann direkt übertragen werden.

Wie also die Methodik aus dem Produktionssystem auf Bauprozesse adaptieren?
ZF zeigt, wie der Baubetrieb von der üblichen Werkstattfertigung zu einer industriell geprägten Serienfertigung entwickelt wurde. Bauen ist oft sehr reaktionär, geprägt von Abschottung, Misstrauen und gegenseitiger Absicherung. Bei den meisten Projekten gibt es keine Anreize für ein gemeinsames Ziel: das Gebäude möglichst effizient herzustellen. Die angewendeten Maßnahmen behandeln oft nur die Symptome, aber nicht die Ursachen. An dieser Stelle setzt das Lean Construction Management an. Es werden Methoden und Vorgehensweisen angewendet, die auf den gleichen Grundsätzen wie die Produktionssysteme basieren, mit dem Ziel: den gesamten Bauprozess zu beschleunigen, Kosten zu reduzieren und die Qualität zu erhöhen.

KERNAUSRICHTUNG:

  1. Maximierung der Wertschöpfung
  2. Minimierung der notwendigen Verschwendung
  3. Eliminierung von Verschwendung

Die Vorgehensweise gliedert sich in 3 Hauptphasen, phasenbezogen werden entsprechende Werkzeuge angewendet.

  • Produktdefinition
    • Bedarfsplanung
    • Kunden Produktionsprozessgestaltung inkl. Optimierung der Raumanforderungen planen von innen nach außen – Fokus auf maximaler Vereinfachung der Gebäudestrukturen mit dem Zielbild von nutzungsneutralen und wandlungsfähigen Strukturen
    • Last Planner
  • Planung
    • Agiles Planungsmanagement
    • Modularisierung/ Standardisierung
  • Ausführung
    • Produktionssystem Baustelle
    • Lean in der Baulogistik und Inbetriebnahme

Das Projekt wird auf dem Nutzerkongress 2017 vorgestellt von:
Frank Heekerens, Head of Global Real Estate, ZF Friedrichshafen AG & Michael Bosch, Leiter Planung Werk und Bautechnik, ZF Friedrichshafen AG

NUTZERKONGRESS EMPFEHLEN:   
 
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