fmn'15-Interview | Die Nutzersicht auf die Ausschreibung der Zukunft
Jörg Ohle, Winfried Bartels, Leiter Immobilien und Facility Management bei der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA
i2fm: Was hat sich in den letzten Jahren Ihrer Meinung nach im Facility Managament an guten Entwicklungen getan? Welche guten Erkenntnisse haben Sie in den letzten Jahren gesammelt?
xs fmn nb schuh Winfried Bartels: Eine gute Erkenntnis ist mit Sicherheit, dass man weg von der reinen harten Leistungsbeschreibung und hin zur Ergebnisorientierung und Verfügbarkeit geht. Man versucht auch immer mehr das Know-how und die Innovationskraft der Dienstleister mit einzubinden und abzufordern – da ist also durchaus der Versuch eine echte Business Partnerschaft aufzubauen.
i2fm: Findet man das denn so auch in der Ausschreibung wiedergespiegelt?
xs fmn interview fmn14 niemeier Winfried Bartels: Wenn man das so haben möchte, muss man das definitiv in die Ausschreibung einbringen, damit die Dienstleister auch die Erwartungshaltung kennen. Das Problem dabei ist, dass es im Rahmen des Ausschreibungs- und Bewerbungsprozesses immer wieder droht, in eine Preisorientierung zu kippen. Das ist zum einen aus der Einkaufsorganisation getrieben und zum anderen aber auch von den Dienstleistern, weil diese mit dem neuen Anforderungsprofil größtenteils nicht umgehen können.
i2fm: Aber welche Rolle hat denn die Fachabteilung?
xs fmn interview fmn14 niemeier Winfried Bartels: Die Fachabteilung  positioniert sich als Vertreter der Bedarfe/ der Nutzer und  setzt durch, was in Richtung der gängigen Qualität-Partnerschaft und Business geht.
i2fm: Auch mit einer entsprechend gescheiten vertraglichen Regelung? Oder setzt sich da der Einkauf durch?
xs fmn interview fmn14 niemeier Winfried Bartels: Die Herausforderung ist, erst einmal die Dienstleister auch ins Boot zu kriegen.
Auf der Nutzerseite ist Thema Nummer eins, die Dinge nicht mehr in das Preisthema kippen zu lassen.
Die neuen Varianten der Dienstleistereinbindung sind vielfältiger. Es geht um Steuerungsprozesse im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann nicht mehr einfach nur kontrollieren, ob etwas gemacht oder nicht gemacht wurde, und darauf sind viele Organisationsstrukturen schlicht nicht ausgerichtet.
i2fm: Aber wenn ich in eine Ausschreibung schreibe, dass ich mit einem Dienstleister im ersten Jahr einen gewissen Prozentsatz von Savings teile und im zweiten Jahr nicht mehr, dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn im zweiten Jahr überhaupt keine Savings mehr gefunden werden, oder?
xs fmn interview fmn14 niemeier Winfried Bartels: Das ist wahr, gar keine Frage. Ich muss, wenn ich über ein partnerschaftliches System rede, auch eine Win-Win Situation haben. Und wenn ich die nicht schaffe, dann hat der eine natürlich kein Interesse. Diese Win-Win Situation muss natürlich auch auf die Nahtstelle zum Kerngeschäft durchschlagen.
i2fm: Sehr geehrter Herr Bartels, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Gespräch führte Katja Bilski-Neumann, Geschäftsfeldleiterin Kommunikationsplattformen, i2fm.

Sie treffen Herrn Winfried Bartels auf dem Nutzerkongress 2015 – zur Website

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