fmn'15-Interview | Die Dienstleistersicht auf die Ausschreibung der Zukunft
Jörg Ohle, Leiter Produktentwicklung & Konzepte der SPIE GmbH
i2fm: Was hat sich in den letzten Jahren Ihrer Meinung nach im Facility Management an guten Entwicklungen getan? Welche guten Erkenntnisse haben Sie in den letzten Jahren gesammelt?
xs fmn nb schuh Jörg Ohle: Im Facility Management war der Anspruch in den letzten Jahren, sich schnell weiterzuentwickeln. Die Branche hatte Vorbilder aus der Industrie und der Mobilität im Privatleben. Es folgten hohe Ansprüche an Nutzerkomfort, Reaktionszeiten und Verfügbarkeit sowie Reporting. Gleichzeitig stand man unter hohem Kostendruck und optimierte sowohl in der eigenen, steuernden Organisation als auch bei den Kosten bei der Vergabe an Dienstleister. Und das leider gleichzeitig.
Die Folge war eine Optimierung zu Lasten des Anlagenzustandes und der Qualität, der Kommunikation und Beziehung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Ich behaupte: Das Resultat war ein kühleres Verhältnis in einer Vielzahl von Dienstleistungsbeziehungen.
Derzeit befinden wir uns im Facility Management wieder auf dem Weg der Besserung. Wir haben verstanden, dass innovative Fortschritte nicht von heute auf morgen erreicht werden können. Doch einen wichtigen Vorteil hatte diese Phase: Wir kennen nun besser die zukünftigen Bedarfe, und haben erkannt, dass wir diesen Weg gemeinsam und Schritt für Schritt gehen müssen um erfolgreich zu sein. Wir könnten es als „frugal Innovation“ bezeichnen, was bedeutet, dass wir den Meter in Zentimeter aufteilen müssen und uns gemeinsam an jedem Teilschritt, den wir erreicht haben, erfreuen.
Schlussendlich ist die gute Erkenntnis also, dass wir wissen, wo wir gemeinsam hinwollen.
i2fm:Spiegeln sich die positiven Erkenntnisse in den Ausschreibungen wider? Wenn ja: Wie? Wenn nein: Sollten sie sich darin widerspiegeln? Und wie?
xs fmn interview fmn14 niemeier Jörg Ohle:Noch nicht durchgängig. Wir müssen in zukünftigen Ausschreibungen und Verträgen definieren, welchen Aufwand wir gemeinsam betreiben wollen, um die Leistungen im FM - sowohl steuernd als auch ausführend -  zu verbessern. Aufgabe der Dienstleister sollte es hierbei sein, einzelne Weiterentwicklungen der Gesamtheit der Kunden  verfügbar zu machen. Für die Motivation sollte man Modelle vereinbaren, die gemeinsam am Erfolg partizipieren lassen. Dann ist hoffentlich der notwendige Anreiz beiderseits gegeben und, wir denken zukünftig nicht nur in Zentimetern sondern eher Dezimetern.
i2fm: Sehr geehrter Herr Ohle, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Gespräch führte Katja Bilski-Neumann, Geschäftsfeldleiterin Kommunikationsplattformen, i2fm.

Sie treffen Herrn Jörg Ohle auf dem Nutzerkongress 2015 – zur Website

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