fmn'15-Interview | Vom Bohren dicker Bretter - Zum Workplace Performance Index
Friedrich Ruppenkamp, Principal Infrastrukturmanagement, G.e.b.b. mbH
i2fm: Sehr geehrter Herr Ruppenkamp, Sie haben am Feinschliff des Workplace Performance Index mitgewirkt, der im April online geht – ein webbasiertes Tool, um Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit von Büroarbeitswelten bewertbar zu machen. Mal aus Ihrer Sicht gesprochen, wofür braucht man so ein Tool?
xs fmn interview ruppenkamp Friedrich Ruppenkamp: Um relativ einfach, schnell und unkompliziert die Performance der Büroarbeitsplätze zu bewerten. Jeder hat letztendlich nur einen einzigen Wert als Effizienzquote und der bezieht sich auf Kosten und Quadratmeter. Keiner lässt sich darüber aus, auf welche Art und Weise die Flächen die ich nutze auch meine Produktivität oder Innovation steigern können.
i2fm: Haben Sie den Eindruck, dass das mit dem WPX tatsächlich geht?
xs fmn interview ruppenkamp Friedrich Ruppenkamp: Ja, zumindest teilweise. Der WPX ist in der Lage unabhängig von den zur Verfügung gestellten Flächen – und da kategorisiere ich nicht in Zellenbüro, Großraumbüro oder Co-Working – auf die Tätigkeiten zu differenzieren und er macht sichtbar, ob ich diese gut und richtig durchführen kann. Was vielleicht noch fehlt, ist eine Antwort auf die Frage, inwieweit ich damit die Innovation oder Kreativität steigere. Dafür habe ich aber auch noch keine Lösung. Aber es ist definitiv mehr als einfach nur auf den „Euro pro Quadratmeter“ zu sehen.
i2fm: Gibt es bereits etwas Vergleichbares zum WPX?
xs fmn interview ruppenkamp Friedrich Ruppenkamp: Vergleichbar ist es nicht, aber es gibt eine weitere Studie von Ben Waber, die in diesem Zusammenhang sehr hilfreich ist: „People Analytics – How Social Sensing Technology Will Transform Business And What It Tells Us About The Future Of Work“. Das wurde im Harvard Business Manager im Januar veröffentlicht. Darin wird untersucht, wie Büroarbeitsplätze und Raumgestaltungen Kreativität und Innovation steigern können. Allerdings werden diese Untersuchungen dann von dem Berater durchgeführt, das hat man selber nicht in der Hand.
Mit dem WPX stattdessen, kann man kurz und knapp selber einmal prüfen. Das hat viel Charme, dass ich online jeden Case und/ oder verschiedene Untersuchungsgruppen, die ich definiere, selbst untersuchen kann. Dadurch erzeuge ich selbst meinen eigenen Benchmark.
Der Case kann entweder eine ganze Organisation sein oder auch eine kleine Organisationseinheit. Wenn ich auf die Bundeswehr sehe, dann habe ich sehr viele große und verschiedene Organisationseinheiten von wenigen Personen bis hin zu Hunderten. Mit dem WPX kann ich beispielsweise Abteilungen dazu verhelfen, sich an anderen einmal zu messen und selbst zu testen. Das ist eins der Alleinstellungsmerkmale, die das ganze sehr interessant machen.
i2fm: Glauben Sie, dass man sich als FM Vertreter auf der Corporate-Seite mit den Ergebnissen einer solchen Studie intern positionieren kann?
xs fmn interview ruppenkamp Friedrich Ruppenkamp: Ja, das ist das, was wir tagtäglich tun. Wir verdeutlichen mit den verschiedensten Hilfsmitteln Dinge, um bestimmten Protagonisten die Augen zu öffnen. Wenn man beispielsweise die Vollkosten einmal aufzeigen kann, kann man sicherlich auch eine bestimmte Performancequalität darstellen, wenn man so einen WPX-Testlauf einmal in einem zunächst eingegrenzten Rahmen mit freiwilligen Organisationseinheiten macht.
Ich habe den Testlauf bereits gemacht und da war es tatsächlich so, dass ich noch nicht alle Fragen aus dem Stegreif beantworten konnte – allein das war ja schon einmal ein Erkenntnisgewinn, weil man merkt, dass es doch ganz gut wäre, wenn man darauf Antworten hätte. Das führt zum Nachdenken und zu anderem Handeln.
i2fm: Bleiben Sie an den offenen Fragen dran? Nagen die so sehr, dass man die beantworten muss?
xs fmn interview ruppenkamp Friedrich Ruppenkamp: Also ich persönlich bleibe definitiv dran. Ich habe bereits eine Menge Fragen beantwortet oder mir die Antworten eingeholt. An anderen Antworten sind wir in unserem Unternehmen dran und das wird sicherlich auch noch in dem ersten Halbjahr 2015 erledigt sein. Wenn man keine Transparenz haben möchte, dann fängt man so etwas sicher gar nicht erst an. Wenn man aber, was ich mir vorstellen könnte, in einer großen Organisation wie der Bundeswehr in Teilen anfängt, so eine Transparenz zu schaffen und Performance misst, dann könnte das einen Domino-Effekt auslösen. Es ist letztendlich immer ein dickes Brett in so großen Organisationen, aber da unterscheidet sich die Bundeswehr ja auch nicht wesentlich von anderen großen Unternehmen.
i2fm: Sehr geehrter Herr Ruppenkamp, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Gespräch führte Katja Bilski-Neumann, Geschäftsfeldleiterin Kommunikationsplattformen, i2fm.

Sie treffen Fiedrich Ruppenkamp auf dem Nutzerkongress 2015 – zur Website

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